Zuckerkrankheit bei der Katze

Tierpraxis Dr. Szabados Zuckerkrankheit bei der Katze

Unter der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) versteht man die chronische, durch absoluten oder relativen Mangel an Insulin ausgelöste Stoffwechselstörung, die zur Blutzuckererhöhung führt.

Die Krankheit tritt bei Katzen vorzugsweise mittleren bis höheres Alter auf. Dem Besitzer fallen die immer vorhandene Polydipsie (vermehrter Durst) und Polyurie (vermehrter Harnabsatz) seltener auf als bei Hunden. Daher kommen die Katzen vielfach erst zur Untersuchung, wenn bereits deutliche Gewichtsverluste trotz gesteigertem Appetit, Austrocknung mit Allgemeinstörung, schließlich Schwäche, Erbrechen vorliegen. Nach einer Blutentnahme und einer Harnkontrolle ist die Diagnose Diabetes leicht zu erstellen.

Therapie:

Ziel der Behandlung ist die Verabreichung von Insulin und damit die Senkung des Blutzuckers, Gabe von Infusionen, Elektrolytausgleich und die Einstellung von Diät. Dabei sollte die Nahrung reich an Proteinen und arm an Kohlehydraten sein. Tägliche Fütterung zweimal am Tag soll die Voraussetzung sein, dass der Zuckerspiegel durch gezielte Insulininjektionen konstant gehalten werden kann. Sobald der Patient vorerst durch den Tierarzt zuverlässig eingestellt ist (0,5 – 1 I.E pro kg Körpergewicht), kann er an den sorgfältig informierten Tierhalter zurückgegeben werden. Dieser ist unbedingt auf die Symptome der Hypoglykämie (Unterzucker, sog. „Hypo“) infolge Insulinüberdosis aufmerksam zu machen. Diese bestehen in Schwäche, Zittern, Krampfbereitschaft bis zum Schockgeschehen. In diesem falle ist die sofortige Gabe von Zuckerlösungen lebensrettend (Teelöffel Zucker in Wasser auflösen und sofort mit Plastikspritze eingeben, nicht mehr möglich im Koma!).