Ratgeber – Der Goldhamster und die wichtigsten Probleme

RATGEBER

Magenerkrankung
(Gastritis) bei Hunden

Die
Beurteilung und Diagnose der Magenerkrankungen werden oft durch schlechte
klinische Zugänglichkeit des Magens, durch seine Beteiligung
bei vielen systemischen Leiden oft mit Miterkrankung des Darmtraktes
erschwert. Der Magen reagiert sehr häufig empfindlich auf Umwelteinflüsse,
Emotionen und auch Futterveränderungen. Dauern die Einflüsse
längere Zeit an, reagiert der Magen leicht mit einer Gastritis
(Magenschleimhautentzündung).

Die
akute Gastritis ist die Folge einer oberflächlichen oder tiefen
Schleimhautschädigung, die durch physikalische, chemische, infektiöse
oder parasitäre Reize hervorgerufen wird. Verdorbenes Futter
(Bakterientoxine), Fremdkörper, Knochen Futterallergene, Parasiten,
toxische Stoffe (Pestizide, Herbizide, Reinigungs- und Düngemittel
usw.) und Medikamente ( hohe Dosen an z.B. Aspirin, Kortison usw.)
können als primäre Gastritisursachen angesehen werden.

Die
chronische Gastritis stellt sich in der Regel allmählich ein
und die Krankheit dauert länger als drei Wochen. Das Erbrechen
erfolgt nicht anhaltend, sondern ab und zu, täglich oder in mehrtägigen
Abständen. Es ist oft ohne jeden Zusammenhang mit Nahrungs- oder
Wasseraufnahme und erfolgt bald auf leeren, bald auf vollen Magen.
Das Auslösen des Erbrechens hängt besonders eng mit Stress-Situationen,
Art der Fütterung, Anstrengung und Verfassung des Hundes zusammen.

Die
Diagnose und damit die Therapie ist sehr komplex und kann nur durch
eine genaue Anamnese über Fütterung, Gewohnheiten des Tieres,
klinische Untersuchungen ( Labor, Röntgen, Kontraströntgen,
Magenspiegelung mit ev. Biopsie ) usw. erfolgen.

In
erster Linie ist der Fütterungsplan umzustellen, in den ersten
24 Stunden soll der Patient sogar ohne Futter sein. Nur Wasser, besser
verdünnter Schwarztee oder Kamillentee mit Elektrolyten in kleinen
Mengen öfters am Tag verteilt soll angeboten werden. Anschließend
gibt man kleine Mengen von Futter ( Puten- oder Hühnerfleisch,
Kalbfleisch, Fisch, Reis, Nudeln) , mehrmals täglich, fein püriert,
gekocht! und weich. Auch Babykost aus dem Glas kann kleinen Hunden
angeboten werden. Rohes Obst, rohes Gemüse, Gewürze, fettiges
Fleisch, Hundekuchen oder gar Knochen sind hier fehl am Platze. Wichtig
sind auch die medikamentösen Unterstützungen durch den Tierarzt
in der oft leider langdauernden Therapie einer Gastritis.

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