RATGEBER
Die
Zeckenimpfung – wieder fällig
Bei
Spaziergängen, besonders in Wiesen und Wäldern, können
in Bälde wieder die lästigen Zecken die allbekannten Probleme
bei unseren Hunden hervorrufen. Von den vielen Arten von Zecken sind
für den Hund der sog. Holzbock und die braune Hundezecke von
Bedeutung.
Falls
nun eine Zecke am Hund gesichtet wird, soll man diese so schnell wie
möglich mit einer geeigneten Zeckenzange entfernen, um eine Übertragung
von Borellien und Babesien bzw. lokalen Infektionen zu vermeiden.
Bleibt einmal zufällig der Zeckenkopf irrtümlich in der
Haut stecken, soll man nicht unnötig „herumdoktern“.
Meist trocknet der Kopf ein und fällt in den folgenden Tagen
sypmtomlos heraus. Entsteht dennoch eine kleine Beule (Eiterknopf),
kann man mit einer Entzugsalbe oder einer Wund- und Heilsalbe diese
Stelle behandeln. Eine selbständige Wanderung des Zeckenkopfes
in den Körper hinein, wie oft gemeint, gibt es nicht!
Die
meisten Floh- und Zeckenhalsbänder schützen leider nur bedingt
vor Zeckenbefall, sie töten aber die Zecken nach längerem
Kontakt. Insektizide als Sprüh- und Spüllösungen bzw.
Zeckenmittel, die hinter dem Nacken und am Hinterteil des Tieres aufgetragen
werden, können ebenso den Zeckenbefall dezimieren. Als „Hausmittel“
zur Verhütung eines Zeckenbefalles können z.B. Knoblauch,
Lavendel- bzw. Teebaumöl-Einreibungen, das Abreiben mit Waldfarnen
helfen oder tgl. 1-2 Kaffeelöffel kaltgepresstes Leinsamenöl
ins Futter verabreichen. Da die Zecken sowohl auf Wärme als auch
auf chem. Reize ( Geruch von ätherischen Ölen ) reagieren,
vermutet man, dass so die blutdürstigen Tiere getäuscht
werden und das Opfer ( Hund ) nicht erkennen können.
Durch
den Saugakt infizierter Zecken können die verschiedenen Erreger
Borreliose, Babesiose, FSME ) in den Blutkreislauf gelangen.
Die
Borreliose ist eine akut fieberhafte ( bis 41° ) Infektionskrankheit,
die oft leider schwierig zu erfassen ist. Sie kann am Anfang sogar
sypmtomlos verlaufen und nach Wochen bis Monaten zum Durchbruch kommen.
Hauptmerkmale
der Krankheit sind, wie vorher erwähnt, Fieber, Lahmheit, Schwellungen
und Schmerzhaftigkeit der Gelenke, Muskeln und Wirbelsäule, selten
Hautrötungen oder Hautinfektionen. Der Nachweis der Borreliose
erfolgt durch Blutuntersuchung. Eine Therapie ist dann vielversprechend,
eine Schutzimpfung gegen diese Zeckenkrankheit ist in Österreich
möglich. Nach der ersten Injektion erfolgt eine Auffrischung
nach 4 Wochen und dann eine jährliche Wiederholungsimpfung, um
genügend Schutz für das darauf folgende Jahr zu haben.