RATGEBER
Die
chronische Nierenschwäche der Katzen
Es
handelt sich dabei um eine langsam entstehende Unterfunktion der Nieren.
Die auslösenden Ursachen sind oft nicht mehr ausfindig zu machen,
da es sich meistens um Monate oder Jahre zurückliegende Prozesse
handelt.
Ursächlich
können zum Beispiel Infektionen sein, bei denen sich im Blut
zirkulierende Erreger in den Nieren festsetzen und dadurch gleichzeitig
das Nierengewebe schädigen können. Eine weitere Möglichkeit
ist die Aufnahme von Stoffen, welche für die Nierenzellen giftig
sind, auch genetisch bedingte und angeborene Erkrankungen der Nieren
können zu Niereninsuffizienz führen. Unabhängig von
den Ursachen finden wir immer die gleichen Symptome:
Die
direkt betroffenen Anteile der Nieren sterben ab und werden durch
Narbengewebe ersetzt, das keine Nierenfunktion mehr erbringt. Die
funktionstüchtigen Anteile kompensieren die ausgefallenen Bereiche,
werden dadurch mehr belastet und fallen nach und nach aus. Dieser
einmal in Gang gesetzte Kreis führt dann über die Monate
bis Jahre hinweg zu diesen bekannten Symptome der Nierenschwäche.
Dabei können bis zu ¾ der Nieren ausfallen, ehe die Besitzer
mit den Katzen zum Tierarzt kommen. Stumpfes Fell, Appetitlosigkeit,
viel Wasser trinken, Abmagerung mit häufigem Erbrechen sind die
Anzeichen einer schon laufenden Nierenschwäche, zum Schluß
kommt der sehr starke, nach Harn riechende Mundgeruch und Durchfall
dazu. Blut- und Harnuntersuchung können den Ausmaß einer
Nierenschwäche klären, danach erfolgt strenge Diät
(weißes Fleisch, Reis, Nudeln, Nieren-Diätfutter), Medikamente
und Infusionen runden die Behandlung ab.