RATGEBER
Katzenleukämie
Das
feline Leukämievirus (FeLV) gehört zu den sogenannten Retroviren.
Die FeLV-Infektionen kommen bei der domeszitierten Katze weltweit
vor, wobei die Infektionsrate bei ein bis acht Prozent der gesunden
Katzenpopulation liegt. Die Häufigkeit von FeLV-Infektionen hat
dank der zur Verfügung stehenden diagnostischen Tests sowie der
Impfprogramme stark abgenommen.
Das
FeLV wird vor allem durch direkten Kontakt von Katze zu Katze übertragen.
Meist wird die Infektion bei Katzen im Alter von 1-5 Jahren diagnostiziert.
Durch die verursachte Immunschwäche werden die Katzen anfällig
für verschiedene Infektionskrankheiten, wie Katzenschnupfen oder
feline infektiöse Peritonitis (FIP). Durchfall und Erbrechen
können auftreten oder ein Lymphosarkom ( Tumor der lymphatischen
Organe ) kann entstehen. Häufig sind auch Blutbildveränderungen,
wie zum Beispiel Anämie (Blutarmut).
Die
oben genannten Krankheitserscheinungen können für eine gewisse
Zeit behandelt werden, und die Katzen leben, nachdem sie angesteckt
wurden, im Durchschnitt noch ca. drei Jahre. In gewissen Fällen
sind die Katzen auch nur vorübergehend mit dem FeLV infiziert,
zeigen keine oder nur milde Symptome und werden später sogar
negativ.
Impfungen
werden für jene Katzen empfohlen, die Kontakt mit anderen Katzen
haben ( Freilauf-, Zucht- oder Heimkatzen ). Hundertprozentigen Impfschutz
kann aber durch die Leukose –Impfung nicht garantiert werden.