Ratgeber – Die Impfung anders betrachtet

RATGEBER

Die
Impfung – anders betrachtet

Obgleich
Impfkomplikationen nur in einem verschwindend kleinen Prozentsatz
auftreten, wiegen sie im Einzelfall schwer, weil es sich um ein vorher
gesundes Tier handelt und die Relation Ursache-Wirkung für den
Besitzer auf der Hand liegt. Die meisten Impfkomplikationen sind komplex.
Die beteiligten Einflüsse von Impfling, Umwelt, Impfstoff und
Impfakt sind oft schwer gegeneinander abgrenzbar.

Die
wichtigsten Komplikationen sind:

Zwar
sind viele Impfkomplikationen nicht vorhersehbar, jedoch können
manche vermieden werden durch sorgfältige klinische Untersuchungen
des Impflings auf vorhandene Infektionen, Anamneseerhebung betreffend
Entwurmung sowie durch Befolgung der im Impfstoffprospekt aufgeführten
Empfehlungen. Sachliche Aufklärung vor der Impfung und Offenlegung
möglicher Risken dienen dazu, ungerechtfertigte Erwartungen des
Besitzers zu berichtigen.

Wodurch
kommen Versagen von Impfungen und Impfdurchbrüche zustande?

Die
häufigsten Ursachen für eine fehlende Impfschutzbildung
sind:

Im
Einzelfall ist es mitunter schwierig, Impfdurchbrüche zu erklären,
meistens sind mehrere Faktoren beteiligt:

Gerade
in der kälteren Jahreszeit sollen daher auch die Tierbesitzer
darauf achten, dass der Impfling gut gehalten ( Wärme, Schutz
vor Wind, Regen, Schnee ), gut gefüttert ( ausreichend in der
Energie und Menge ) und immer wieder selbst untersucht wird ( Nasenausfluss,
Husten, Durchfall, Erbrechen usw.), damit bei der gewünschten
Impfung die oben erwähnten Komplikationen nicht auftreten . Verschwiegene
Beobachtungen einer vermuteten Krankheit durch den Besitzer bei einer
Vakzinierung können dem Impfling nur schaden.

Daher
nur gesunde Hunde impfen!

Zur
Auswahl

  • übermäßige
    Lokalreaktionen
  • Impfabszesse
  • Allergien
  • Fieber
  • Aborte
    (Fehlgeburte)
  • Missbildungen
    von Föten ( bei Lebendimpfstoffen)
  • Aktivierung
    von subklinischen ( also nicht sichtbaren ) Krankheiten; usw.
  • Störungen
    beim Impfling
  • Unwirksamkeit
    der Vakzinen ( Unterbrechung der Kühlkette, industr. Fehler
    bei der Herstellung )
  • tierärztliche
    Fehler
  • Fehlverhalten
    des Besitzers
  • Impfzeitpunkt
    zu früh gewählt ( Impfstoffe unwirksam infolge vorhandener
    mütterlicher Antikörper durch die Muttermilch)
  • Einmalige
    statt zweimalige Impfung
  • Impfabstände
    bis zur 2. Grundimpfung zu kurz (weniger als 2 Wochen)
  • Zu
    lange Impfintervalle bis zur Boosterung=Auffrischung ( erhöhtes
    Infektionsrisiko )
  • Impfung
    kranker, nicht entwurmter Tiere, sehr alte Hunde