RATGEBER
Das
Meerschweinchen als Patient
Trotz
guter Haltung und der immer besseren und ausgewogenen Futtermittel
kommt es doch mal vor, dass ein Meerschweinchen plötzlich ruhig
wird, das Fressen einstellt oder gar nur mehr herumliegt. Meist warten
dann die Tierbesitzer ein, zwei Tage, ob eine mögliche Besserung
eintritt, bis ein Tierarzt angerufen oder aufgesucht wird.
Eine
der häufigsten Erkrankungen neben Durchfällen und Verkühlungen
sind die krankhaften Veränderungen an der Haut. Leitsymptom ist
der auffällige, ständige Juckreiz des Tieres am ges. Körper,
der sogar zu epileptiformen Anfällen führen kann. Anfänglich
zeigen sich nur Schuppen an der Hautoberfläche, bald fallen die
ersten Haare aus und regelrechte kahle Hautstellen kommen zu Tage.
Durch das Kratzen mit den spitzen Krallen gesellschaften sich noch
Bakterien dazu, es entstehen somit die nässenden , blutig-eitrigen
Ekzeme. Die Haut kann sich dabei richtiggehend verdicken. Sehr deutlich
sieht man diese Hautveränderungen an den Ohren und an der Schulterregion.
Ursachen
sind in erster Linie Ektoparasiten , wie Haarlinge und Milben (Räude),
daneben finden sich auch noch Pilze und Hefen ursächlich für
diese Erkrankung. Die Therapie besteht einerseits aus dem Baden und
Waschen mit speziellen Lösungen und Shampoos, andererseits benötigen
diese Tiere auch Injektionen gegen Parasiten, sowie Antibiotika gegen
die bakteriellen Infektionen.
Wichtig
ist aber immer die frühzeitige Erkennung einer Krankheit durch
den Tierbesitzer, um noch rechtzeitig helfen zu können, er sollte
zumindest bei Ungewissheit den Tierarzt anrufen.